10. Oktober 2012

Missverständnis 9: EEG-Umlage steigt ungebremst

Zum 1. Januar 2012 stieg die EEG-Umlage von 3,53 auf 3,59 ct/kWh, dies entspricht einer Erhöhung des mittleren Strompreises für Privathaushalte (25ct/kWh) um weniger als 3 Promille.

Welchen Effekt hat der weitere Ausbau der PV in Deutschland auf den Strompreis?

Im sogenannten Trend-Szenario gehen die Übertragungsnetzbetreiber von einem PV-Zubau von ca. 4 GW/a bis zum Jahr 2016 aus [IE]. Die Prognos-AG hat im Auftrag des BSW für dieses Szenario eine durch den PV-Ausbau bedingte Steigerung der Strompreise von ca. 0,5% pro Jahr ermittelt, in absoluten Zahlen ca. 0,12 ct/kWh. Im Jahr 2012 bewirkt der PV-Zubau eine Erhöhung der EEG-Umlage um ca. 0,035 ct je GW installierter Leistung.

Die Bundesregierung kann die EEG-Umlage allerdings ungebremst steigern, indem sie die Industrie zunehmend von der Umlage befreit. Dadurch verteilt sich die Last auf weniger Schultern.

Hier finden Sie weitere Beiträge aus unserer Reihe zum Thema Missverständnisse über die Photovoltaik.

Quelle: Fraunhofer-Institut (pdf)