6. Juli 2018

Gemeinsam mehr erreichen: Blumen aus Holz machen Kita-Gehweg sicher

Wie man unbürokratisch schneller zum Ziel kommt und dennoch alle Beteiligten einbezieht: Das kann man jetzt an der Kita Löwenzahn im Oberhausener Stadtteil Osterfeld besichtigen. Auf Initiative von Löwenzahn-Geschäftsführer Dirk Rubin beteiligten sich die der Träger Löwenzahn e.V., der Investor 7×7 und die Stadt Oberhausen zu gleichen Teilen an der Finanzierung eines sicheren Gehwegs – inklusive Abstandhalter für die parkenden PKWs in Form großer Holzblumen, die die Kinder der Kita unter fachkundiger Anleitung selbst gestalteten und am Gehweg aufstellten.

Kinder der Kita Löwenzahn mit den Beteiligten: (v.l.n.r.): Dirk Rubin (Geschäftsführer LÖWENZAHN), Dirk Woywodt (Stadt Oberhausen, Fachbereich Verkehrsplanung, Signalwesen), Michael Klöpper (7×7 Sachwerte Deutschland I. GmbH & Co. KG, Objektmanager); unten r.: Mona Bremer (Leitung der KTE LÖWENZAHN in Osterfeld). (Foto: 7x7invest AG)

Ein Gehweg war beim Bau der Kita von der Stadt noch nicht vorgesehen, weil die Fläche in Privatbesitz war und die ursprüngliche Planung eine Wohnbaunutzung auswies. Doch Dirk Rubin setzte alle Hebel in Bewegung, um einen sicheren und barrierefreien Gehweg für Kinder und Eltern zu bekommen.

Der Elternbeirat ist mit der fertigen Lösung glücklich und zufrieden, erklärt Kita-Leiterin Mona Bremer. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen nutzte sie das Projekt, um die Kinder aktiv zu beteiligen: Diese durften die zwölf Blumenpfosten aus Holz anmalen und unter Anleitung des Hausmeisters aufstellen. »Und die freundlichen Abstandhalter für die hier parkenden PKWs tun ihre Wirkung – besser als jeder Betonpfosten«, freut sich Dirk Rubin.

In dem zweigeschossigen Neubau der Löwenzahn-Kita werden insgesamt 124 Kinder  betreut, inklusive einer Gruppe von 30 Kindern unter drei Jahren. Die Bildungseinrichtung LÖWENZAHN e.V., vor 28 Jahren gegründet, ist eine der größten Initiativen für Kindertageseinrichtungen in NRW – wo übrigens auch heute noch laut IW-Studie 15,6 Prozent der Kinder im Kindergartenalter ohne Betreuung sind. In Oberhausen hat der Verein vier Einrichtungen, die von 480 Kindern besucht werden. Hinzu kommen Eltern-Kind-Gruppen mit 80 Plätzen.

Siehe hierzu auch den Pressebericht in: WAZ, 5.7.2018