27. November 2018

Mit Sachwertinvestitionen schon jetzt die jährliche Steuerlast reduzieren

Wie kann man als Einzelner in die Wirtschaftskraft seiner Region investieren und damit zugleich für sich selbst die jährliche Steuerlast über mehrere Jahre reduzieren? Der Gesetzgeber ermöglicht dies durch zwei Steuerstundungsmodelle: den Investitionsabzugsbetrag (früher: Ansparbetrag) und Sonderabschreibungen.

Diese Modelle und ihre Vorteile für kleine und mittlere Unternehmen sowie vermögende Privatiers erläuterte am 22. November der Rechtsanwalt und Steuerberater Andreas Giersbach. Zu der Veranstaltung in der Villa Grün in Dillenburg hatte die 7x7energie GmbH eingeladen. Giersbach beschrieb zunächst die Rahmenbedingungen für einen Investitionsabzugsbetrag (IAB). Dieser könne bereits in der Gründungsphase eines Betriebs beansprucht werden, es sei dazu nur eine Absichtserklärung erforderlich. Der IAB bewirke eine Gewinnminderung außerhalb der Bilanz; maximal 40% der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten blieben steuerfrei, jährlich bis zu 200.000 Euro bzw. in vier Jahren max. 500.000 Euro Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.

Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibungen unabhängig voneinander nutzbar

Referent Andreas Giersbach (l.) im Gespräch mit einem der Zuhörer.

Unabhängig vom Investitionsabzugsbetrag könne – allerdings erst ab dem Herstellungs- bzw. Anschaffungsjahr des Investitionsobjekts – das Modell der Sonderabschreibungen in Anspruch genommen werden, und das über max. fünf Jahre. Giersbach zeigte anhand konkreter Musterbeispiele, welche steuerlichen Vorteile diese Modelle im Einzelfall bringen können. Dabei ging er auch auf Photovoltaikanlagen als mögliche Investitionsobjekte ein. Dies lohne sich für Privatinvestoren, die damit ihre Einkommenssteuerlast über Jahre erheblich mindern könnten und zugleich über zwanzig Jahre regelmäßige Einnahmen aus dem Stromverkauf hätten.

PV-Anlagen als Investitionsobjekte lohnen sich nicht nur steuerlich

Welche Möglichkeiten einer Investition in solche PV-Anlagen in der Region bestehen, erklärte anschließend Andreas Mankel, Geschäftsführer der gastgebenden 7x7energie GmbH. Diese hat im Lahn-Dill-Kreis mehrere Solarparks errichtet und einige von ihnen an Direktinvestoren verkauft. Der einzelne Investor könne in diesen Fällen eine definierte Zahl von Modultischen (mit zugeordnetem Wechselrichter) erwerben. Durch die Einspeisevergütung und die zu erwartenden Stromerträge seien dem Investor über zwanzig Jahre (je nach Lebens- und Nutzungsdauer der PV-Anlage) regelmäßige Einnahmen sicher. Und er trage zu einer nachhaltigen Energieversorgung seiner Region bei.

Ein PDF des Vortrags und weitere Informationen zu PV-Anlagen können angefordert werden bei:

7x7energie GmbH, Büro Dillenburg, Tel.: 02771 / 267 32 – 0, E-Mail: info@7x7energie.de; 7×7 Büro Kassel, Helge von Hagen, Tel.: 0561 – 49 17 40 – 0244, mobil: 0151 – 61 37 06 66

Kontakt für weitere Fragen zum Thema Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibungen:

Andreas Giersbach, Gießen, 0641 / 98 29 2 – 25, a.giersbach@mtjz.de