24. September 2019

Maisspindeln bewerben sich als grüne Helden

Wie kann man die Lebensverhältnisse der Menschen durch eigene Produktivität verbessern? Diese Frage stellte sich 7×7 Gründer Andreas Mankel bei seinem ersten Besuch in Sambia. Sein Ansatz: den Menschen vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe zu bringen. Daraus entstand das Projekt IMISEBA. Nun steht es auf der Bewerberliste um den Grüne Helden Förderpreis 2019.

Das Projekt Imiseba dient nicht nur zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Kabwe, Sambia, sondern auch dem Ziel, etwas gegen die Abholzung der Wälder unserer Erde zu unternehmen. Sambia hat eine der höchsten Abholzungsraten weltweit: Die Bevölkerung ist auf Holzkohle als Energiequelle für Kochen und Heizen angewiesen.

Bei der Suche nach Alternativen zur Holzkohle kamen die Projektmitarbeiter auf den Mais, bzw. sein „Abfallprodukt“. Da Mais ein Hauptbestandteil der Ernährung in Sambia ist, wird er viel angebaut. Bei der Weiterverarbeitung bleiben die Maisspindeln (Innenteil der Maiskolben) übrig. Anstelle diese weg zu schmeißen, können diese zur Feuererzeugung genutzt werden, um Holzkohle zu vermeiden. Am Ende kann die Asche sogar als Dünger genutzt werden: eine vollständige Verwertung des Produktes. Mit unserem Projekt berühren wir viele der UN Sustainable Development Goals mit Bezug auf Energie und soziale Gerechtigkeit.

Maisspindeln statt Holzkohle

Wie sieht das praktisch aus? Die Maisspindeln werden bei Bauern aus der Region gegen eine Vergütung eingesammelt. Anschließend sollen sie von Mitarbeitern sortiert, getrocknet, abgewogen und in Säcke verpackt werden. Diese sind für den Verkauf in Deutschland und Sambia bestimmt. Mit Containern werden die Säcke regelmäßig nach Deutschland verschifft. Es ist höchste Zeit, umzudenken und mit neuen Konzepten an einer klimafreundlichen und gesunden Umwelt zu arbeiten. Jeder von uns kann etwas dazu beitragen, die negative Entwicklung zu stoppen.

Alle Infos zum Projekt unter: www.imiseba.de

IMISEBA freut sich über Facebook-Likes auf das Projektfoto