“Das Leben im Alter teilen”: Große Nachfrage bei neuen Wohnformen

21 July 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

„Das Angebot an neuen Wohnformen und altersgerechten Wohnungen ist viel zu gering. Hier muss viel schneller viel mehr gebaut werden. Iserlohn macht hier den Anfang.” So lautete das Fazit von 7×7-Geschäftsführer Andreas Mankel bei einer Informationsveranstaltung am 18. Juli in Iserlohn.

Die Initiatoren des Neubauprojekts „Wohnen in Barendorf“ standen den Besuchern Rede und Antwort (v.l.n.r.): Michael Klöpper und Andreas Mankel (7×7 Unternehmensgruppe), Manfred Leppert (Freie evangelische Gemeinde Iserlohn), Tabea Kaiser und Maike Unger (Diakonisches Werk Bethanien). (Foto: 7×7 Unternehmensgruppe)

Dort stellten die Initiatoren das geplante Neubauprojekt „Wohnen in Barendorf“ vor, das eine Senioren-WG und altersgerechte Eigentumswohnungen unter einem Dach vereint. Vertreter der Freien evangelischen Gemeinde, des Diakonischen Werks Bethanien sowie der 7×7 Unternehmensgruppe informierten über die Details des Projektes und standen den ca. 30 interessierten Bürgern Rede und Antwort, die der Einladung in die Iserlohnerheide gefolgt waren. Der Organisator der Veranstaltung, Friedhelm Leppert von der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Iserlohn, begrüßte die interessierten Besucher, unter ihnen auch der Beauftragte für Seniorenarbeit und Mitglieder des Seniorenbeirats der Stadt Iserlohn. Sie erhielten von den Beteiligten ausführliche Informationen über das Projekt „Wohnen in Barendorf“.

Kooperation von Gemeinde mit erfahrenem Projektierer und Investor

Als Vertreter der FeG Iserlohn hob Manfred Leppert den Beitrag des Bauprojekts zur Quartiersentwicklung hervor und skizzierte die Entwicklung bis heute. Wie in vielen anderen christlichen Gemeinden habe die Seniorenarbeit auch in der FeG mittlerweile einen hohen Stellenwert, da der Anteil der älteren Gemeindeglieder sehr hoch sei. Doch wenn man für die Älteren wirklich nachhaltig etwas bewirken wolle, dürfe man nicht den dritten Schritt vor dem ersten tun. Deshalb entstand zunächst der ambulante Pflegedienst in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Bethanien. Als das Nachbargrundstück am Barendorfer Bruch zum Kauf angeboten wurde, nahm die FeG umgehend Kontakt mit dem Diakonischen Werk Bethanien auf, um ein mögliches gemeinsames Projekt „Wohnen in Barendorf“ ins Leben zu rufen, für dieses Objekt  wurde natürlich auch ein Investor gesucht. Über persönliche Kontakte kam dann die 7×7 Unternehmensgruppe aus Bonn ins Spiel. Diese hatte bereits ihre Kompetenz mit der Projektierung und Finanzierung von Immobilien wie Kindertagesstätten und Wohnbauprojekten unter Beweis gestellt. Michael Klöpper als Projektmanager von 7×7 präsentierte die bauliche Umsetzung der beiden Projektschwerpunkte: der Senioren-Wohngemeinschaft sowie der altersgerechten Eigentumswohnungen.

„Das Leben im Alter teilen“

Für die pflegerische Komponente der Senioren-WG mit zwölf Zimmern und gemeinsamen Räumlichkeiten zeichnet das Diakonische Werk Bethanien verantwortlich, eine Einrichtung mit bundesweit ca. 1.800 Mitarbeitern. Dessen leitende Mitarbeiterinnen Maike Unger und Tabea Kaiser erläuterten das Dienstleistungsangebot und berichteten von Erfahrungen mit einer Senioren-Wohngemeinschaft in Schalksmühle. Die geplante Wohngruppe sei einmalig in Iserlohn, betonte Tabea Kaiser, Einrichtungsleiterin der Senioren-, Kranken- und Palliativpflege des Diakonischen Werkes Bethanien in Iserlohn. Als künftige Einrichtungsleiterin der Wohngemeinschaft werde sie für dieses Projekt ein erfahrenes Team mit Kranken- und Altenpflegern, Betreuungskräften sowie Hauswirtschafts- und Reinigungskräften zusammenstellen.

Kaisers Kollegin Maike Unger konnte aus ihrer Erfahrung als Einrichtungsleiterin der Seniorenwohngruppe in Schalksmühle (Sauerland) berichten, die schon seit einigen Jahren besteht. Wichtig sei es für die Bewohner, neben der individuellen Alltagsgestaltung auch genauso aktiv am Wohngruppengeschehen teilzunehmen und dazu beizutragen – nach dem Motto: „Miteinander leben und das Leben im Alter teilen“.

Investition mit gesellschaftlicher Wirkung

In der anschließenden Fragerunde wurde deutlich, dass sich etwa die Hälfte der Zuhörer für das Betreuungsangebot der Senioren-Wohngemeinschaft interessierte, während die andere Hälfte nach altersgerechten Eigentumswohnungen suchte. Aus der großen Nachfrage zog Investor Andreas Mankel, Vorstand der 7x7invest AG, das Fazit: „Das Angebot an neuen Wohnformen und altersgerechten Wohnungen ist viel zu gering. Hier muss viel schneller viel mehr gebaut werden. Iserlohn macht hier den Anfang. In vielen Kleinstädten und ländlichen Gemeinden ist die Nachfrage ebenfalls sehr hoch.“ Hier zu investieren, sei ganz im Sinne eines Impact Investments, also einer Investition mit gesellschaftlicher Wirkung, betonte Mankel. Die 7×7 Unternehmensgruppe engagiere sich für gesellschaftsrelevante Investitionen im Bereich Immobilien und erneuerbare Energien: „Wir laden dazu ein, diese Investitionen über eine Umweltanleihe mitzufinanzieren.“ Die Anleihe werde im Herbst 2017 von der 7×7 Sachwerte Deutschland I. GmbH & Co. KG emittiert. Diese gehört zur 7×7 Unternehmensgruppe und ist ein Tochterunternehmen der ebenfalls in Bonn ansässigen 7x7invest AG.

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Ansprechpartner für die Eigentumswohnungen ist die 7x7immobilien Andreas Mankel e. K. (www.7x7immobilien.de); bisher realisierte Immobilienprojekte der 7×7 Unternehmensgruppe finden Interessierte unter: www.7×7.de/sinn/projekte/immobilien/

 

Die 7×7 Sachwerte Deutschland I. GmbH & Co. KG

gehört zur 7×7 Unternehmensgruppe. Diese entwickelt und realisiert alternative Konzepte und Projekte in den Bereichen Vorsorge, Vermögen, Investment und Geldanlage sowie Erneuerbare Energien. In diesen Unternehmensbereichen arbeiten rund 45 Mitarbeiter an sechs Standorten.

 

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