Ein Plädoyer für die „Energiewende von unten“

20 April 2015 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

„Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten“, zu diesem Schluss kam Franz Alt am Ende seines Vortrags „Auf der Sonnenseite – warum uns die Energiewende zu Gewinnern macht“. Der bekannte Fernsehjournalist und Buchautor hielt am 17. April in der Freien Evangelischen Gemeinde Dillenburg vor etwa 150 Zuhörern ein eindrucksvolles Plädoyer für den Ausbau erneuerbarer Energien. Eingeladen hatte den prominenten Redner die 7×7 Unternehmensgruppe, die unter dem Motto „Energie in Bürgerhand“ den Besuchern ein informatives und unterhaltsames Programm bot sowie die Möglichkeit, sich über das Thema des Vortrags auszutauschen.Franz Alt

Durch den Vortrag von Franz Alt zog sich eine Erkenntnis wie ein roter Faden: Die Energiewende müsse dezentral und vor Ort organisiert werden, getreu dem Raiffeisen-Motto “Das Geld des Dorfes bleibt im Dorf”. Von dem Bau neuer Windkraft- und Solaranlagen profitierten nicht nur die Investoren, sondern vor allem auch die heimische Wirtschaft, insbesondere Handwerker und Landwirte. Dass die Energie für die Region aus der Region kommen muss, forderte nicht nur Franz Alt an diesem Abend. Die Notwendigkeit einer Energiewende „von unten“ betonten in einer Talkrunde mit Franz Alt die beiden Vertreter der 7×7 Unternehmensgruppe, Andreas Mankel und Christof Schwedes, sowie auch Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz in seinem Grußwort.

Was die Nutzung erneuerbarer Energien angehe, so sei Deutschland in den letzten Jahren Vorreiter und Vorbild geworden für viele andere Länder der Welt, erläuterte Alt. Als Beispiele nannte er das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als politisches Steuerinstrument und die Energiewende in Deutschland mit dem Ziel, bis 2050 den Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf 80 % zu steigern.

In der zweiten Hälfte seines Vortrags illustrierte Franz Alt dann die weltweite Entwicklung und zunehmende Bedeutung der Erneuerbaren Energien mit Bildern und Beispielen aus der ganzen Welt. Dabei zeigte er auch, wie die Nutzung moderner Solartechnologie ein erhebliches Potenzial für die Menschen in Ländern der Dritten Welt und in Schwellenländern biete. Solaranlagen brächten Strom für moderne Kommunikationstechnik in die Jurten mongolischer Nomaden ebenso wie für die Beleuchtung in den Wohnungen indischer Familien.

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